Metamorphen
Interaktive Ausstellung zu technologisch-biologischen Transformationsprozessen
Die Ausstellung „Metamorphen" dokumentiert einen interdisziplinären Forschungsansatz, der in der Kooperation zweier Seminare an der TH OWL entwickelt wurde. Unter der Leitung von Prof.in Lotte Meret Effinger und Prof. Nicolas Rauch erforschten Studierende der Detmolder Schule für Gestaltung und des Fachbereichs Medienproduktion an der TH OWL gemeinsam Metamorphose als Grundprinzip technologisch-biologischer Systeme.
Im Zentrum des Ausstellungskonzepts steht die systematische Analyse von Transformationsprozessen in einer zunehmend von digitalen Technologien geprägten Lebenswelt. Die präsentierten Arbeiten decken ein breites Spektrum medialer Ausdrucksformen ab: Von immersiven Videoprojektionen und interaktiven Pflanzenwelten bis hin zu Klanginstallationen und KI-generierten Animationen. Die Studierenden verwenden unterschiedliche technische Ansätze - von Stop-Motion über Zeichnung bis hin zu KI-unterstützten Prozessen und interaktiven, sensorbasierten Anwendungen.
Die ausgestellten Arbeiten erforschen, wie verschiedene Elemente - Lebewesen, Dinge und Technologien - miteinander in Beziehung treten und sich gegenseitig beeinflussen. Sie untersuchen, wie diese verschiedenen Bestandteile unserer Welt lernen, sich verändern und entwickeln. In jeder künstlerischen Position wird auch die Beziehung zwischen Betrachter*in und Kunstwerk neu gedacht:: Die Werke verstehen sich als physische Erzähler, die durch Berührung und Bewegung narrative Strukturen aktivieren. Der Forschungsansatz macht versteckte digitale Welten buchstäblich begreifbar und erkundet ihre gesellschaftliche Relevanz – spielerisch, experimentell, haptisch, spekulativ. Interaktivität wird dabei performativ, analog, digital oder hybrid interpretiert, um komplexe technologische Zusammenhänge erfahrbar werden zu lassen.
Die Ausstellung war vom 24. April bis zum 07. Mai 2025 in der DS Galerie am Kreativ Campus Detmold zu sehen.